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Tourenski Ratgeber Das Thema Skitouren bzw. Skibergsteigen, boomt mehr denn je. Ob auf, neben oder weit abseits von Skipisten - Skitourengehen bzw. Skibergsteigen hat mittlerweile sehr... mehr erfahren »
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Tourenski Ratgeber

Das Thema Skitouren bzw. Skibergsteigen, boomt mehr denn je. Ob auf, neben oder weit abseits von Skipisten - Skitourengehen bzw. Skibergsteigen hat mittlerweile sehr viele Spielformen in den verschiedensten Kategorien und Könnensstufen. Auf die Vielzahl der verschiedenen Anforderungen hat sich die Skiindustrie eingestellt und bietet eine große Auswahl an Skiern, Bindungen, Schuhen ...für alle Geschmäcker bzw. Ausrichtungen an.

 

Die Entwicklung der Tourenski wurde in den letzten Jahren massgeblich von den Einflüssen aus dem Freeride Sektor dominiert. Die Tourenski bekamen breitere Taillierungen und auch die Schaufelgeometrien der Tourenski  wurden verändert, voluminöse Rockerschaufeln unterstützen den Auftrieb und erhöhen die Wendigkeit. Die große Anzahl der verschiedenen Tourenski kann am sinnvollsten nach den unterschiedlichen Anforderungs.- und Einsatzbereichen klassifiziert werden. Für lange hochalpine Touren benötigt man leichte Tourenski, da mit zunehmender Dauer des Aufstieges das Gewicht eine immer stärkere Rolle spielt. Viele Tourengeher wollen auch mal auf der Piste unterwegs sein, dann sind Tourenski mit schmäleren Geometrien, hoher Wendigkeit und  stabilen Abfahrtseigenschaften auf harter Piste von Vorteil. Für den Freeride orientierten Tourengeher bietet sich ein breites Spektrum an Tourenski mit breiten Taillen und Rockerschaufeln. In der Summe lässt sich sagen dass der klassische Allround Tourengeher zwischen Tourenski wählt mit Taillierungen von 82 - 90mm, der Freeride orientierte Tourengeher ab 88 mm bis teilweise über  105mm Breite unter der Bindung.

 

 

Ski Kategorien

Bei der Beurteilung von Tourenski möchten wir an dieser Stelle eine kleine Hilfestellung leisten und unterscheiden zur leichteren Entscheidungsfindung in 3 Kategorien:

Klassische-Tourenski58d25233f1297

1 – Aufstiegsorientiere Tourenski mit einer Breite bis circa 82mm unter der Bindung für sehr lange und/oder alpinorientierte Touren im schwierigen Gelände. Aber auch für schnelle PIstenaufstiege und Abfahrten.
 
 

Moderne-Tourenski58d252414ff9b

2 – Allround Tourenski mit einer Breite zwischen 84 bis 95mm für klassischen Anwendungsbereich. Mit diesen Modellen 
wird der mit Abstand breiteste Anwendungsbereicht abgedeckt. Je breiter die Ski werden, desto mehr verschiebt sich der Fokus Richtung Abfahrt und Freeride. Bei den breiten Modellen muss man schon erste Einbußen bezüglich Aufstiegsperformance bei Querungen oder in schwierig zu gehenden Fellspuren in Kauf nehmen.


Freeride-Ski58d2525133645

3 – Freerideski mit mehr als 95mm Breite unter der Bindung für abfahrtsorientierte Könner bzw. Freerider. Perfekt in der Abfahrt vor Allem bei Powder oder in
zerfahrenen Verhältnissen. Im Aufstieg entstehen Nachteile durch das naturgemäß
höhere Gewicht der Ski und ein höherer Kraftaufwand und Technik sind nötig beim Gehen durch die Länge und Breite der Ski (Spitzkehren, Querungen, steiles Gelände)

 

 

Gewicht

Gewicht-Tourenski-258d253a996706

Das Thema Gewicht spielt natürlich Kategorie übergreifend bei allen Modellen eine große Rolle. Niemand möchte mehr als unbedingt nötig den Berg hochschleppen. Allerdings haben extreme Leichtbauweisen (je Paar weniger als 1800g) neben dem großen Vorteil des geringen Gewichtes auch Nachteile in bezug auf Abfahrtsperformance (Laufruhe, Stabilität, Fahrvermögen, Verhalten im Powder und Pistentauglichkeit) .
Der These "Masse ist Klasse bei der Abfahrt" versuchen viele Hersteller mit der Verwendung sehr hochwertiger Karbon Konstruktionen zu entgegnen. Diese meist sehr sportlich ausgerichteten Modelle fordern aber auch den Fahrer, und man sollte ein entsprechendes skifahrerisches Können haben, damit diese Ski ihr Potential auch entwickeln können.
Genau hierin sehen wir unsere Aufgabe in der Beratung, mit unseren Kunden im Gespräch die jeweiligen Präferenzen herauszufinden und dafür den richtigen Ski anzubieten. 

 

Wichtige Fragen

Abseits und Piste:
Bin ich öfters auch auf präparierten Pisten unterwegs z.B als Toureneinsteiger, Fitnesssportler oder Feierabend Tourer und möchte auch für diesen Bereich ein passendes Gerät.

Anspruch und eigenes Können:
Werde ich regelmäßig Skitouren mit gut mehr als 1000 Höhenmetern bewältigen oder bevorzuge ich eher gemäßigtere Unternehmungen. Sind  Leistung und Zeit meine Kriterien oder möchte ich eher meine Freizeit in der Natur genießen. Wie gut ist mein skifahrerisches Können im Gelände, brauche ich einen fehlerverzeihenden Ski oder ist Performance mein Fokus.

Freeriden:
Was ist mir wichtig. Bin ich ein klassischer Tourengeher und sehe die Abfahrt als ein Bestandteil des kompletten Erlebnisses meiner Tour. Oder ist für mich der Aufstieg nur ein notwendiges Übel, um die besten Hänge zu finden und die Abfahrt dann das absolute Highlight, für die sich jede Mühe lohnt.

Und natürlich gibt es alle Stufen zwischen diesen geschilderten Bereichen.

 

Grundsätzlich gilt:
Wie fordere ich das Material. Welche Kräfte wirken auf die Ausrüstung. Extrem leichte Ausrüstung hat rein physikalisch weniger Potential wirkende Kräfte aufzunehmen als wuchtigere, schwerere Ausrüstung. Vor Allem die Verbindung Ski-Bindung-Schuh muss abgestimmt auf das Anforderungsprofil sein. Ein ambitionierter Skifahrer mit einem abfahrtsorientierten Freerideschuh kann sein Potential nur mit einer entsprechenden Bindung und auch dem entsprechenden Ski auf den Boden bzw Hang bringen. Andererseits werden im Tourenbereich in der letzten Zeit immer öfter gerne breite Freerider ( eher schwer) mit super leichten Bindungen kombiniert. Hier entsteht eine Disbalance, die aber von vielen in Kauf genommen wird. Auch im Aufstieg entstehen bei sehr breiten Skier Probleme bei Querungen und schwierig zu gehenden Fellspuren oder bei Spitzkehren. Je kürzer und leichter und schmäler der Ski, desto aufstiegsorientierter ist die Ausrichtung mit den entsprechenden Defiziten bei der Abfahrt.

Unser Anspruch ist es, Ihnen mit unserer Beratung eine Hilfestellung zu geben, damit Sie für ihre Unternehmungen und Erlebnisse das richtige Equipment haben.



Welche Skilänge brauche ich:

Die Körpergröße und das Gewicht, das Fahrkönnen und der Einsatzbereich bzw auch das Skimodell beeinflussen die grundsätzliche  Längen Auswahl. Dennoch kann die nachfolgende Empfehlung als Basis verwendet werden und nach den jeweiligen Parametern um eine Skilänge nach oben oder unten verschoben werden.

La-ngenauswahl-Tourenski58d25278abc1a

La-ngenempfehlung-Skitouren58d2528c0e395

 

Fachjargon

Abschließend möchten wir an dieser Stelle noch die wichtigsten "Fremdwörter" in Sachen Skibau im heutigen "Skilatein" erläutern. Die in den Beschreibungen wie selbstverständlich verwendeten Fachbegriffe klingen zwar recht gut, können aber oft nicht richtig zugeordnet werden und man weiss eigentlich damit nicht wirklich etwas anzufangen. Deshalb ist es uns an dieser Stelle ein Anliegen, zumindest die wichtigsten und immer wieder verwendeten Fachwörter zu erläutern:

 

 

Radius/Taillierung:

Die jeweils breitesten Stellen eines Skis vorne (im Schaufelbereich), in der Mitte (Taille) und am Skiende (Tail) nennt man Taillierung oder Sidecut. Das damit verbundene Verhältnis zur Länge des Skis ergibt den Radius (Kurvenradius) des Skis, welcher jedoch nur als Richtwert angesehen werden kann, da er natürlich von der jeweiligen Schräglage des Fahrers abhängig ist.

 

Flex:

Der Flex bezeichnet die Biegefestigkeit eines Skis. Je nach Verarbeitungsmaterialien wie Holz, Carbon, Glasfaser, Metalleinlagen etc. wird der Flex härter (positiv bei harten, pistenähnlichen Verhälnissen) oder weicher (ideal bei weichen Bedingungen, Pulverschnee). Vor allem das Gewicht und das Fahrkönnen des Fahrers spielen hier natürlich eine große Rolle.

 

Sandwich-Bauweise:

Hier wird eine sehr hochwertige und vor allem langlebige Innenkonstruktion des Skis beschrieben. Eine Sandwich-Bauweise bescheinigt dem Ski einen qualitativ sehr hochwertigen Mehrlagenaufbau mit dem Herzstück eines Skis, nämlich dem Holzkern. Verwendet wird hier aus Gründen des niedrigeren Gewichts meistens Leichtholz wie z.B. Esche oder Paulownia.

 

Sidewall-Konstruktion:

Bei der Seitenwangen Konstruktion werden auf dem Holzkern bzw. auf die Mehrlagenkonstruktion seitlich jeweils spezielle Holz.- oder Kunststoffleimer angebracht und verpresst. Dies erhöht die Kantengriffigkeit  wesentlich und schützt den Ski dauerhaft vor Feuchtigkeit und Schlägen.

 

Camber:

Unter Camber versteht man die "Vorwölbung" bzw. die "Vorspannung" eines Skis zwischen Skischaufel vorne und Skiende hinten. Mehr Vorspannung hilft sportlichen Fahrern mehr Druck auf den Ski ausüben zu können und sorgt für besseren Kantengriff (mehr Widerstand). Eine hohe Vorspannung erfordert aber auch ein aktives Skifahren, da der Ski nicht mehr so wendig ist und mehr Einsatz und Führung verlangt.

 

Rocker:

Damit wird eine negative (U-förmige) Vorspannung im Schaufelbereich (Tip-Rocker), am Skiende (Tail-Rocker) oder auch über die gesamte Skilänge (Full Size Rocker) bezeichnet. Der große Vorteil von Rocker-Konstruktionen, ist das  "Aufschwimmmen" des Skis bei Powder Verhältnissen, die erhöhte Wendigkeit und die spielerische Dynamik des Skis, das unkomplizierte Fahrverhalten bei zerfahrenen und schlechten Schneebedingungen.

 

Carbon:

Carbon hat inzwischen auch im Skibau breite Verwendung gefunden. Dieser stabile und dennoch sehr leichte Baustoff eignet sich ideal für Tourenski. Mit Carbon können die Kerne der Ski sehr leicht und dennoch torsionsfest und stabil konstruiert werden. Aufgrund der schwierigen und aufwändigen Fertigungsschritte werden diese Technologien hauptsächlich im oberen Preissegment verwendet. Ein Ski mit hohem Carbon Anteil erfordert jedoch auch einen etwas fortgeschrittenen Skifahrer mit einer guten Skitechnik, damit die Vorteile dieser Bauweise auch umgesetzt werden können.

 

Tapered Shape:

Bei der tapered Shape Bauweise liegt der breiteste Punkt des Skis nicht wie üblicherweise an der  Schaufel, sondern wird etwas zurückversetzt. In Kombination mit einem Rocker Profil ist diese Bauweise inzwischen sehr verbreitet, weil damit breite Ski wendiger und leichter zu fahren sind. Die Ski haben einen reduzierten Sidecut und werden dadurch auch leichter. Wird die tapered Shape Konstruktion auch am Skiende, dem Tail, eingesetzt, d.h. der breiteste Punkt hinten wird mehr nach vorne Richtung Bindung verlegt, so erreicht man dadurch, neben der Gewichtsreduzierung, ein spurstabiles Verhalten des Heck am Kurvenende. 

 

Snowphobic Oberfläche:

Damit ist eine schneeabweisende Oberfläche des Skis beschrieben. Das Gewicht, das sich durch Anstollen von Schnee beim Aufstieg auf dem Ski ansammelt ist nicht zu unterschätzen. Durch die Verwendung spezieller Oberflächenbeschichtungen wird versucht dieses Anstollen zu reduzieren bzw ganz zu vermeiden. 

 

 

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Tourenski Ratgeber

Das Thema Skitouren bzw. Skibergsteigen, boomt mehr denn je. Ob auf, neben oder weit abseits von Skipisten - Skitourengehen bzw. Skibergsteigen hat mittlerweile sehr viele Spielformen in den verschiedensten Kategorien und Könnensstufen. Auf die Vielzahl der verschiedenen Anforderungen hat sich die Skiindustrie eingestellt und bietet eine große Auswahl an Skiern, Bindungen, Schuhen ...für alle Geschmäcker bzw. Ausrichtungen an.

 

Die Entwicklung der Tourenski wurde in den letzten Jahren massgeblich von den Einflüssen aus dem Freeride Sektor dominiert. Die Tourenski bekamen breitere Taillierungen und auch die Schaufelgeometrien der Tourenski  wurden verändert, voluminöse Rockerschaufeln unterstützen den Auftrieb und erhöhen die Wendigkeit. Die große Anzahl der verschiedenen Tourenski kann am sinnvollsten nach den unterschiedlichen Anforderungs.- und Einsatzbereichen klassifiziert werden. Für lange hochalpine Touren benötigt man leichte Tourenski, da mit zunehmender Dauer des Aufstieges das Gewicht eine immer stärkere Rolle spielt. Viele Tourengeher wollen auch mal auf der Piste unterwegs sein, dann sind Tourenski mit schmäleren Geometrien, hoher Wendigkeit und  stabilen Abfahrtseigenschaften auf harter Piste von Vorteil. Für den Freeride orientierten Tourengeher bietet sich ein breites Spektrum an Tourenski mit breiten Taillen und Rockerschaufeln. In der Summe lässt sich sagen dass der klassische Allround Tourengeher zwischen Tourenski wählt mit Taillierungen von 82 - 90mm, der Freeride orientierte Tourengeher ab 88 mm bis teilweise über  105mm Breite unter der Bindung.

 

 

Ski Kategorien

Bei der Beurteilung von Tourenski möchten wir an dieser Stelle eine kleine Hilfestellung leisten und unterscheiden zur leichteren Entscheidungsfindung in 3 Kategorien:

Klassische-Tourenski58d25233f1297

1 – Aufstiegsorientiere Tourenski mit einer Breite bis circa 82mm unter der Bindung für sehr lange und/oder alpinorientierte Touren im schwierigen Gelände. Aber auch für schnelle PIstenaufstiege und Abfahrten.
 
 

Moderne-Tourenski58d252414ff9b

2 – Allround Tourenski mit einer Breite zwischen 84 bis 95mm für klassischen Anwendungsbereich. Mit diesen Modellen 
wird der mit Abstand breiteste Anwendungsbereicht abgedeckt. Je breiter die Ski werden, desto mehr verschiebt sich der Fokus Richtung Abfahrt und Freeride. Bei den breiten Modellen muss man schon erste Einbußen bezüglich Aufstiegsperformance bei Querungen oder in schwierig zu gehenden Fellspuren in Kauf nehmen.


Freeride-Ski58d2525133645

3 – Freerideski mit mehr als 95mm Breite unter der Bindung für abfahrtsorientierte Könner bzw. Freerider. Perfekt in der Abfahrt vor Allem bei Powder oder in
zerfahrenen Verhältnissen. Im Aufstieg entstehen Nachteile durch das naturgemäß
höhere Gewicht der Ski und ein höherer Kraftaufwand und Technik sind nötig beim Gehen durch die Länge und Breite der Ski (Spitzkehren, Querungen, steiles Gelände)

 

 

Gewicht

Gewicht-Tourenski-258d253a996706

Das Thema Gewicht spielt natürlich Kategorie übergreifend bei allen Modellen eine große Rolle. Niemand möchte mehr als unbedingt nötig den Berg hochschleppen. Allerdings haben extreme Leichtbauweisen (je Paar weniger als 1800g) neben dem großen Vorteil des geringen Gewichtes auch Nachteile in bezug auf Abfahrtsperformance (Laufruhe, Stabilität, Fahrvermögen, Verhalten im Powder und Pistentauglichkeit) .
Der These "Masse ist Klasse bei der Abfahrt" versuchen viele Hersteller mit der Verwendung sehr hochwertiger Karbon Konstruktionen zu entgegnen. Diese meist sehr sportlich ausgerichteten Modelle fordern aber auch den Fahrer, und man sollte ein entsprechendes skifahrerisches Können haben, damit diese Ski ihr Potential auch entwickeln können.
Genau hierin sehen wir unsere Aufgabe in der Beratung, mit unseren Kunden im Gespräch die jeweiligen Präferenzen herauszufinden und dafür den richtigen Ski anzubieten. 

 

Wichtige Fragen

Abseits und Piste:
Bin ich öfters auch auf präparierten Pisten unterwegs z.B als Toureneinsteiger, Fitnesssportler oder Feierabend Tourer und möchte auch für diesen Bereich ein passendes Gerät.

Anspruch und eigenes Können:
Werde ich regelmäßig Skitouren mit gut mehr als 1000 Höhenmetern bewältigen oder bevorzuge ich eher gemäßigtere Unternehmungen. Sind  Leistung und Zeit meine Kriterien oder möchte ich eher meine Freizeit in der Natur genießen. Wie gut ist mein skifahrerisches Können im Gelände, brauche ich einen fehlerverzeihenden Ski oder ist Performance mein Fokus.

Freeriden:
Was ist mir wichtig. Bin ich ein klassischer Tourengeher und sehe die Abfahrt als ein Bestandteil des kompletten Erlebnisses meiner Tour. Oder ist für mich der Aufstieg nur ein notwendiges Übel, um die besten Hänge zu finden und die Abfahrt dann das absolute Highlight, für die sich jede Mühe lohnt.

Und natürlich gibt es alle Stufen zwischen diesen geschilderten Bereichen.

 

Grundsätzlich gilt:
Wie fordere ich das Material. Welche Kräfte wirken auf die Ausrüstung. Extrem leichte Ausrüstung hat rein physikalisch weniger Potential wirkende Kräfte aufzunehmen als wuchtigere, schwerere Ausrüstung. Vor Allem die Verbindung Ski-Bindung-Schuh muss abgestimmt auf das Anforderungsprofil sein. Ein ambitionierter Skifahrer mit einem abfahrtsorientierten Freerideschuh kann sein Potential nur mit einer entsprechenden Bindung und auch dem entsprechenden Ski auf den Boden bzw Hang bringen. Andererseits werden im Tourenbereich in der letzten Zeit immer öfter gerne breite Freerider ( eher schwer) mit super leichten Bindungen kombiniert. Hier entsteht eine Disbalance, die aber von vielen in Kauf genommen wird. Auch im Aufstieg entstehen bei sehr breiten Skier Probleme bei Querungen und schwierig zu gehenden Fellspuren oder bei Spitzkehren. Je kürzer und leichter und schmäler der Ski, desto aufstiegsorientierter ist die Ausrichtung mit den entsprechenden Defiziten bei der Abfahrt.

Unser Anspruch ist es, Ihnen mit unserer Beratung eine Hilfestellung zu geben, damit Sie für ihre Unternehmungen und Erlebnisse das richtige Equipment haben.



Welche Skilänge brauche ich:

Die Körpergröße und das Gewicht, das Fahrkönnen und der Einsatzbereich bzw auch das Skimodell beeinflussen die grundsätzliche  Längen Auswahl. Dennoch kann die nachfolgende Empfehlung als Basis verwendet werden und nach den jeweiligen Parametern um eine Skilänge nach oben oder unten verschoben werden.

La-ngenauswahl-Tourenski58d25278abc1a

La-ngenempfehlung-Skitouren58d2528c0e395

 

Fachjargon

Abschließend möchten wir an dieser Stelle noch die wichtigsten "Fremdwörter" in Sachen Skibau im heutigen "Skilatein" erläutern. Die in den Beschreibungen wie selbstverständlich verwendeten Fachbegriffe klingen zwar recht gut, können aber oft nicht richtig zugeordnet werden und man weiss eigentlich damit nicht wirklich etwas anzufangen. Deshalb ist es uns an dieser Stelle ein Anliegen, zumindest die wichtigsten und immer wieder verwendeten Fachwörter zu erläutern:

 

 

Radius/Taillierung:

Die jeweils breitesten Stellen eines Skis vorne (im Schaufelbereich), in der Mitte (Taille) und am Skiende (Tail) nennt man Taillierung oder Sidecut. Das damit verbundene Verhältnis zur Länge des Skis ergibt den Radius (Kurvenradius) des Skis, welcher jedoch nur als Richtwert angesehen werden kann, da er natürlich von der jeweiligen Schräglage des Fahrers abhängig ist.

 

Flex:

Der Flex bezeichnet die Biegefestigkeit eines Skis. Je nach Verarbeitungsmaterialien wie Holz, Carbon, Glasfaser, Metalleinlagen etc. wird der Flex härter (positiv bei harten, pistenähnlichen Verhälnissen) oder weicher (ideal bei weichen Bedingungen, Pulverschnee). Vor allem das Gewicht und das Fahrkönnen des Fahrers spielen hier natürlich eine große Rolle.

 

Sandwich-Bauweise:

Hier wird eine sehr hochwertige und vor allem langlebige Innenkonstruktion des Skis beschrieben. Eine Sandwich-Bauweise bescheinigt dem Ski einen qualitativ sehr hochwertigen Mehrlagenaufbau mit dem Herzstück eines Skis, nämlich dem Holzkern. Verwendet wird hier aus Gründen des niedrigeren Gewichts meistens Leichtholz wie z.B. Esche oder Paulownia.

 

Sidewall-Konstruktion:

Bei der Seitenwangen Konstruktion werden auf dem Holzkern bzw. auf die Mehrlagenkonstruktion seitlich jeweils spezielle Holz.- oder Kunststoffleimer angebracht und verpresst. Dies erhöht die Kantengriffigkeit  wesentlich und schützt den Ski dauerhaft vor Feuchtigkeit und Schlägen.

 

Camber:

Unter Camber versteht man die "Vorwölbung" bzw. die "Vorspannung" eines Skis zwischen Skischaufel vorne und Skiende hinten. Mehr Vorspannung hilft sportlichen Fahrern mehr Druck auf den Ski ausüben zu können und sorgt für besseren Kantengriff (mehr Widerstand). Eine hohe Vorspannung erfordert aber auch ein aktives Skifahren, da der Ski nicht mehr so wendig ist und mehr Einsatz und Führung verlangt.

 

Rocker:

Damit wird eine negative (U-förmige) Vorspannung im Schaufelbereich (Tip-Rocker), am Skiende (Tail-Rocker) oder auch über die gesamte Skilänge (Full Size Rocker) bezeichnet. Der große Vorteil von Rocker-Konstruktionen, ist das  "Aufschwimmmen" des Skis bei Powder Verhältnissen, die erhöhte Wendigkeit und die spielerische Dynamik des Skis, das unkomplizierte Fahrverhalten bei zerfahrenen und schlechten Schneebedingungen.

 

Carbon:

Carbon hat inzwischen auch im Skibau breite Verwendung gefunden. Dieser stabile und dennoch sehr leichte Baustoff eignet sich ideal für Tourenski. Mit Carbon können die Kerne der Ski sehr leicht und dennoch torsionsfest und stabil konstruiert werden. Aufgrund der schwierigen und aufwändigen Fertigungsschritte werden diese Technologien hauptsächlich im oberen Preissegment verwendet. Ein Ski mit hohem Carbon Anteil erfordert jedoch auch einen etwas fortgeschrittenen Skifahrer mit einer guten Skitechnik, damit die Vorteile dieser Bauweise auch umgesetzt werden können.

 

Tapered Shape:

Bei der tapered Shape Bauweise liegt der breiteste Punkt des Skis nicht wie üblicherweise an der  Schaufel, sondern wird etwas zurückversetzt. In Kombination mit einem Rocker Profil ist diese Bauweise inzwischen sehr verbreitet, weil damit breite Ski wendiger und leichter zu fahren sind. Die Ski haben einen reduzierten Sidecut und werden dadurch auch leichter. Wird die tapered Shape Konstruktion auch am Skiende, dem Tail, eingesetzt, d.h. der breiteste Punkt hinten wird mehr nach vorne Richtung Bindung verlegt, so erreicht man dadurch, neben der Gewichtsreduzierung, ein spurstabiles Verhalten des Heck am Kurvenende. 

 

Snowphobic Oberfläche:

Damit ist eine schneeabweisende Oberfläche des Skis beschrieben. Das Gewicht, das sich durch Anstollen von Schnee beim Aufstieg auf dem Ski ansammelt ist nicht zu unterschätzen. Durch die Verwendung spezieller Oberflächenbeschichtungen wird versucht dieses Anstollen zu reduzieren bzw ganz zu vermeiden. 

 

 

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