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Lawinenairbag - Der neue Standard In der Tourensaison 2017/18 starben allein in Österreich 17 Menschen auf Skitour durch Lawinen. Dies ist ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr,... mehr erfahren »
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Lawinenairbag - Der neue Standard

In der Tourensaison 2017/18 starben allein in Österreich 17 Menschen auf Skitour durch Lawinen. Dies ist ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr, wobei Norbert Zobl, Leiter der Alpinpolizei Tirol, die Entwicklung auf den günstigen Schneedeckenaufbau in der vergangenen Saison zurückführt, sowie auf ein gewachsenes Bewusstsein der Skitourengeher: „Die Präventionsarbeit trägt Früchte.“

Ein Lawinenairbag erhöht deutlich die Wahrscheinlichkeit, bei einem Lawinenabgang an der Oberfläche zu bleiben und so dem Erstickungstod im Schnee zu entgehen. Der kanadische Lawinenforscher Pascal Haegeli hat nachgewiesen, dass die Wahrscheinlichkeit, bei einem Lawinenabgang zu sterben, durch das Tragen eines Lawinenrucksacks um die Hälfte reduziert werden kann.

Bemerkenswert bei dieser Studie ist auch, dass zwanzig Prozent der Versuchspersonen, die einen Lawinenairbag trugen, es nicht geschafft haben, den Lawinenrucksack in der Lawine auch auszulösen: Dies unterstreicht deutlich die Notwendigkeit, sich mit dem Airbag durch Training und Testauslösungen auch vertraut zu machen.

Im Rahmen einer Masterarbeit an der Züricher Hochschule für angewandte Wissenschaften untersuchte Barbara Karlen den Einfluss des Lawinenairbags auf die Risikobereitschaft von Freeridern und Tourengehern. Nutzer des Lawinenrucksacks charakterisiert sie wie folgt: 80% Männeranteil, häufig und seit Jahren beim Tourengehen/Freeriden, erfahren und im Schnitt relativ gut ausgebildet, nehmen LVS, Schaufel und Sonde konsequent mit auf Skitour. Am Ende kommt die Autorin zur Schlussfolgerung, dass Lawinenairbag-Nutzer höhere Risikien eingehen als Skitourengeher ohne Airbag – wobei sie betont, dass Persönlichkeit und Motivation die Risikobereitschaft erheblich beeinflussen. Ob der typische Tourengeher womöglich riskantere Hänge fährt, sobald er einen Lawinenrucksack mitführt, lässt sich damit nicht erfassen.

Zum Schluss noch eine bedenkenswerte Aussage im Rahmen der Unfallforschung des österreichischen Kuratorium für alpine Sicherheit: „Der Tod am Berg ist männlich“ - es verunglücken ganz einfach überdurchschnittlich viele Männer in den Bergen. Bei vielen Entscheidungen am Berg, sprechen die Männer lauter und dominanter. Die Zahlen zeigen, dass die daraus resultierenden Entscheidungen nicht immer richtig sind. Jeder sollte sich bei solchen Situationen der gefährlichen Gruppendynamik bewusst sein. Ganz wichtig: Entscheidungen in der Gruppe sind nachweislich oft risikobehafteter sind als Einzelentscheidungen.

Eine sorgfältige Abwägung der Faktoren: Lawinenlagebericht, Einzelhangbeurteilung, Hangausrichtung, Steilheit, Windeinfluss, Einzugsgebiet, Wetter.- und Schneeverhältnisse helfen oft Klarheit zu bewahren. Abgestimmt auf die Größe und das Können in der Gruppe wird die Entscheidung transparenter und sicherer. Bestehen zum Schluss noch immer Zweifel, muss man einfach verzichten. Denn der Hang ist im nächsten Winter auch noch da…

Quellen: www.alpinesicherheit.at/de/Alpinunfaelle-2017 / Karlen, B. (2017)/Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen.

STAY SAFE!

Wir bieten Lawinenairbags von Mammut und Ortovox an. Diese sind zu güntigen Set-Preisen auch mit den passenden Kartuschen (Carbon-Kartuschen) erhältlich!

 

 

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Lawinenairbag - Der neue Standard

In der Tourensaison 2017/18 starben allein in Österreich 17 Menschen auf Skitour durch Lawinen. Dies ist ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr, wobei Norbert Zobl, Leiter der Alpinpolizei Tirol, die Entwicklung auf den günstigen Schneedeckenaufbau in der vergangenen Saison zurückführt, sowie auf ein gewachsenes Bewusstsein der Skitourengeher: „Die Präventionsarbeit trägt Früchte.“

Ein Lawinenairbag erhöht deutlich die Wahrscheinlichkeit, bei einem Lawinenabgang an der Oberfläche zu bleiben und so dem Erstickungstod im Schnee zu entgehen. Der kanadische Lawinenforscher Pascal Haegeli hat nachgewiesen, dass die Wahrscheinlichkeit, bei einem Lawinenabgang zu sterben, durch das Tragen eines Lawinenrucksacks um die Hälfte reduziert werden kann.

Bemerkenswert bei dieser Studie ist auch, dass zwanzig Prozent der Versuchspersonen, die einen Lawinenairbag trugen, es nicht geschafft haben, den Lawinenrucksack in der Lawine auch auszulösen: Dies unterstreicht deutlich die Notwendigkeit, sich mit dem Airbag durch Training und Testauslösungen auch vertraut zu machen.

Im Rahmen einer Masterarbeit an der Züricher Hochschule für angewandte Wissenschaften untersuchte Barbara Karlen den Einfluss des Lawinenairbags auf die Risikobereitschaft von Freeridern und Tourengehern. Nutzer des Lawinenrucksacks charakterisiert sie wie folgt: 80% Männeranteil, häufig und seit Jahren beim Tourengehen/Freeriden, erfahren und im Schnitt relativ gut ausgebildet, nehmen LVS, Schaufel und Sonde konsequent mit auf Skitour. Am Ende kommt die Autorin zur Schlussfolgerung, dass Lawinenairbag-Nutzer höhere Risikien eingehen als Skitourengeher ohne Airbag – wobei sie betont, dass Persönlichkeit und Motivation die Risikobereitschaft erheblich beeinflussen. Ob der typische Tourengeher womöglich riskantere Hänge fährt, sobald er einen Lawinenrucksack mitführt, lässt sich damit nicht erfassen.

Zum Schluss noch eine bedenkenswerte Aussage im Rahmen der Unfallforschung des österreichischen Kuratorium für alpine Sicherheit: „Der Tod am Berg ist männlich“ - es verunglücken ganz einfach überdurchschnittlich viele Männer in den Bergen. Bei vielen Entscheidungen am Berg, sprechen die Männer lauter und dominanter. Die Zahlen zeigen, dass die daraus resultierenden Entscheidungen nicht immer richtig sind. Jeder sollte sich bei solchen Situationen der gefährlichen Gruppendynamik bewusst sein. Ganz wichtig: Entscheidungen in der Gruppe sind nachweislich oft risikobehafteter sind als Einzelentscheidungen.

Eine sorgfältige Abwägung der Faktoren: Lawinenlagebericht, Einzelhangbeurteilung, Hangausrichtung, Steilheit, Windeinfluss, Einzugsgebiet, Wetter.- und Schneeverhältnisse helfen oft Klarheit zu bewahren. Abgestimmt auf die Größe und das Können in der Gruppe wird die Entscheidung transparenter und sicherer. Bestehen zum Schluss noch immer Zweifel, muss man einfach verzichten. Denn der Hang ist im nächsten Winter auch noch da…

Quellen: www.alpinesicherheit.at/de/Alpinunfaelle-2017 / Karlen, B. (2017)/Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen.

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