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Klettersteigbremse (Klettersteigset): Der wohl interessanteste Teil der Klettersteigausrüstung ist die Klettersteigbremse. Diese schützt den Klettersteiggeher im Ernstfall vor einem Absturz.... mehr erfahren »
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Klettersteigbremse (Klettersteigset):

Der wohl interessanteste Teil der Klettersteigausrüstung ist die Klettersteigbremse. Diese schützt den Klettersteiggeher im Ernstfall vor einem Absturz. Bei einem Sturz ohne Klettersteigset z.B. nur mit einer Schlinge gesichert,würde die volle Kraft des Sturzes ungedämpft auf den Klettersteiggeher übertragen, was zu sehr schweren Verletzungen führen kann.
Dieser Sturz wäre vergleichbar mit einem Sturz in ein Drahtseil, kein menschlicher Körper kann so etwas unbeschadet überstehen.

Eine Klettersteigbremse besitzt einen Bandfalldämpfer, der den Sturz dämpft, indem der Bandfalldämpfer ab einem definierten Wert kontrolliert einreißt und damit die auftretenden Kräfte aufnimmt und abbaut; ähnlich dem Prinzip eines dynamischen Kletterseiles, dass sich auch bei einem Sturz in die Länge dehnt.
Man sollte sich jedoch im Klaren sein, dass jeder Sturz bei Klettersteigen, trotz Klettersteigset gefährlich ist. Durch die teils großen Abstände zwischen den Sicherungspunkten und dem zusätzlich, gewollten Aufreißen der Klettersteigbremse, kann die Sturzhöhe schnell einige Meter betragen. Alle herausstehenden Teile und Sicherungspunkte sind eine große Gefahr damit zu kollidieren und sich zu verletzen.  Da Klettersteige oft auch nicht senkrecht verlaufen, ist die Gefahr gegeben, beim Sturz auf den Felsen zu fallen.

Im Mai 2017 ist die neue Klettersteignorm EN 958:2017 in Kraft getreten. Durch diese neue Norm werden die Sicherheitslücken der alten Norm geschlossen. Die Sicherheit von Personen am unteren und oberen Rand des Gewichtsbereiches wurde erhöht. Neue Belastungstests (Zyklustest) wurden vorgeschrieben,  um auch nach vielen Einsätzen noch ausreichende Festigkeiten des Materiales zu haben.

Die Neuerungen im Einzelnen:

  • Niedrigerer Fangstoß am Beginn des Bremsvorganges, wichtig vor Allem für leichtgewichtige Personen
  • Erhöhung des zulässigen Gewichtsbereiches: 40 - 120kg
  • Erhöhung der zulässigen Bremslänge von 120cm auf 220cm (um die neuen Anforderungen zu erreichen)
  • neue Belasungs-Zyklustests für die Lastarme, um ausreichende Festigkeiten auch nach vielen Einsätzen zu erreichen
  • Mindestfestigkeit der Lastarme 1,2 KN
  • Nässetest, damit um auch bei Nässe die geforderten Bedingungen von der Ausrüstung erfüllt werden
  • Ansprechkraft der Klettersteigsets über 1,3 KN, d.h. ab welcher Belastung der Bandfalldämpfer beginnt einzureißen

Es werden jetzt noch über den Zeitraum von 2 Jahren, Sets entsprechend der alten Norm und Sets mit der neuen Norm im Handel verkauft.
Für Personen im unteren und oberen Gewichtsbereich ist auf jeden Fall die Wahl eines Klettersteigssets mit der neuen Norm von Vorteil.
Personen im mittleren Gewichtsbereich müssen abwägen, ob die "bittere Pille" der Verlängerung des möglichen Bremsweges zu akzeptieren ist, und man sich auch für ein Set entsprechend der neuen Norm entscheidet. Die meisten der von uns angebotenen Klettersteigsets mit alter Norm, erfüllen aber trotzdem die hohen Anforderungen des Zyklustest
z.B Edelrid Cable Lite 2.3 One Touch der neuen Norm.
Die neuen großen Karabiner, welche von den Herstellern Salewa, Edelrid, Black Diamond und LACD in verschiedenen Ausführungen angeboten werden, bieten zusätzlichen Komfort und Sicherheit bei der Bedienung. Klettersteigbremsen mit einem Drehgewinde (oder Swivel) verhindern außerdem das nervige Verdrehen der Äste des Klettersteigsets (Edelrid Comfort, Mammut Tec Step Bionic Turn 2 oder LACD Comfort).

Klettersteigsets sind sicherheitsrelevante Ausrüstungsgegenstände, die höchsten Anforderungen genügen müssen.
Wenn ein Klettersteigset bereits einen Sturz gehalten hat, und damit das Sicherheitssystem gearbeitet hat, dann hat das Set "seine Schuldigkeit getan" und hat unter Umständen ein Leben gerettet. Wie jeder andere Ausrüstungsgegenstand z.B. Kletterseil, Klettergurt oder Kletterhelm ist das Set in einem solchen Falle nicht mehr zu verwenden und muss ersetzt werden.
Jedes Klettersteigset hat in der Bandfalldämpfertasche ein Kontrolllabel. Ist dieses Label eingerissen, dann hat der Bandfalldämpfer bereits Kräfte aufnehmen müssen, die zum
Einreißen des Sicherheitsbandes geführt haben, dann ist das Set auszusondern und darf nicht mehr benützt werden.
Es empfiehlt sich vor jedem Einsatz dieses Label zu überprüfen, um die Sicherheit des KIettersteigsets gewährleisten zu können, insbesondere bei der Verwendung von
ausgeliehener Ausrüstung.

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Klettersteigbremse (Klettersteigset):

Der wohl interessanteste Teil der Klettersteigausrüstung ist die Klettersteigbremse. Diese schützt den Klettersteiggeher im Ernstfall vor einem Absturz. Bei einem Sturz ohne Klettersteigset z.B. nur mit einer Schlinge gesichert,würde die volle Kraft des Sturzes ungedämpft auf den Klettersteiggeher übertragen, was zu sehr schweren Verletzungen führen kann.
Dieser Sturz wäre vergleichbar mit einem Sturz in ein Drahtseil, kein menschlicher Körper kann so etwas unbeschadet überstehen.

Eine Klettersteigbremse besitzt einen Bandfalldämpfer, der den Sturz dämpft, indem der Bandfalldämpfer ab einem definierten Wert kontrolliert einreißt und damit die auftretenden Kräfte aufnimmt und abbaut; ähnlich dem Prinzip eines dynamischen Kletterseiles, dass sich auch bei einem Sturz in die Länge dehnt.
Man sollte sich jedoch im Klaren sein, dass jeder Sturz bei Klettersteigen, trotz Klettersteigset gefährlich ist. Durch die teils großen Abstände zwischen den Sicherungspunkten und dem zusätzlich, gewollten Aufreißen der Klettersteigbremse, kann die Sturzhöhe schnell einige Meter betragen. Alle herausstehenden Teile und Sicherungspunkte sind eine große Gefahr damit zu kollidieren und sich zu verletzen.  Da Klettersteige oft auch nicht senkrecht verlaufen, ist die Gefahr gegeben, beim Sturz auf den Felsen zu fallen.

Im Mai 2017 ist die neue Klettersteignorm EN 958:2017 in Kraft getreten. Durch diese neue Norm werden die Sicherheitslücken der alten Norm geschlossen. Die Sicherheit von Personen am unteren und oberen Rand des Gewichtsbereiches wurde erhöht. Neue Belastungstests (Zyklustest) wurden vorgeschrieben,  um auch nach vielen Einsätzen noch ausreichende Festigkeiten des Materiales zu haben.

Die Neuerungen im Einzelnen:

  • Niedrigerer Fangstoß am Beginn des Bremsvorganges, wichtig vor Allem für leichtgewichtige Personen
  • Erhöhung des zulässigen Gewichtsbereiches: 40 - 120kg
  • Erhöhung der zulässigen Bremslänge von 120cm auf 220cm (um die neuen Anforderungen zu erreichen)
  • neue Belasungs-Zyklustests für die Lastarme, um ausreichende Festigkeiten auch nach vielen Einsätzen zu erreichen
  • Mindestfestigkeit der Lastarme 1,2 KN
  • Nässetest, damit um auch bei Nässe die geforderten Bedingungen von der Ausrüstung erfüllt werden
  • Ansprechkraft der Klettersteigsets über 1,3 KN, d.h. ab welcher Belastung der Bandfalldämpfer beginnt einzureißen

Es werden jetzt noch über den Zeitraum von 2 Jahren, Sets entsprechend der alten Norm und Sets mit der neuen Norm im Handel verkauft.
Für Personen im unteren und oberen Gewichtsbereich ist auf jeden Fall die Wahl eines Klettersteigssets mit der neuen Norm von Vorteil.
Personen im mittleren Gewichtsbereich müssen abwägen, ob die "bittere Pille" der Verlängerung des möglichen Bremsweges zu akzeptieren ist, und man sich auch für ein Set entsprechend der neuen Norm entscheidet. Die meisten der von uns angebotenen Klettersteigsets mit alter Norm, erfüllen aber trotzdem die hohen Anforderungen des Zyklustest
z.B Edelrid Cable Lite 2.3 One Touch der neuen Norm.
Die neuen großen Karabiner, welche von den Herstellern Salewa, Edelrid, Black Diamond und LACD in verschiedenen Ausführungen angeboten werden, bieten zusätzlichen Komfort und Sicherheit bei der Bedienung. Klettersteigbremsen mit einem Drehgewinde (oder Swivel) verhindern außerdem das nervige Verdrehen der Äste des Klettersteigsets (Edelrid Comfort, Mammut Tec Step Bionic Turn 2 oder LACD Comfort).

Klettersteigsets sind sicherheitsrelevante Ausrüstungsgegenstände, die höchsten Anforderungen genügen müssen.
Wenn ein Klettersteigset bereits einen Sturz gehalten hat, und damit das Sicherheitssystem gearbeitet hat, dann hat das Set "seine Schuldigkeit getan" und hat unter Umständen ein Leben gerettet. Wie jeder andere Ausrüstungsgegenstand z.B. Kletterseil, Klettergurt oder Kletterhelm ist das Set in einem solchen Falle nicht mehr zu verwenden und muss ersetzt werden.
Jedes Klettersteigset hat in der Bandfalldämpfertasche ein Kontrolllabel. Ist dieses Label eingerissen, dann hat der Bandfalldämpfer bereits Kräfte aufnehmen müssen, die zum
Einreißen des Sicherheitsbandes geführt haben, dann ist das Set auszusondern und darf nicht mehr benützt werden.
Es empfiehlt sich vor jedem Einsatz dieses Label zu überprüfen, um die Sicherheit des KIettersteigsets gewährleisten zu können, insbesondere bei der Verwendung von
ausgeliehener Ausrüstung.

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