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Tourenski Ratgeber

Das Thema Skitouren bzw. Skibergsteigen, d.h. Aufsteigen mit eigener Kraft und Abfahren in mehr oder weniger unberührter Natur, boomt mehr denn je. Ob auf, neben oder weit abseits von Skipisten - Skitourengehen bzw. Skibergsteigen stellt sich immer mehr als dynamischer Prozess dar und lässt sich mittlerweile in verschiedene Kategorien bzw. Leistungs- und Könnerstufen aufteilen. Dem entsprechend hat sich die Skiindustrie auf diese Evolution eingestellt und bietet Tourenski für alle Geschmäcker bzw. Ausrichtungen an.

 

Ski Kategorien

Bei der Beurteilung von Tourenski möchten wir an dieser Stelle eine kleine Hilfestellung leisten und unterscheiden zur leichteren Entscheidungsfindung in 3 Kategorien:

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1 – Klassische Tourenski mit einer Breite bis 82mm unter der Bindung für längere, aufstiegsorientierte Skitouren.

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2 – Moderne Tourenski mit einer Breite zwischen 82 und 92mm für klassische Tagestouren, welche jedoch auch auf Pisten oder im Einstieg zum Freeriden sehr gut geeignet sind.

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3 – Freerideski mit mehr als 92mm Breite unter der Bindung für abfahrtsorientierte Könner bzw. Freerider

 

 

Gewicht

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Das Thema Gewicht spielt natürlich Kategorieübergreifend bei allen Modellen eine große Rolle. Niemand möchte mehr als unbedingt nötig den Berg hochschleppen. Allerdings haben extreme Leichtbauweisen (je Paar weniger als 1800g) meistens nur einen nennenswerten Vorteil:
- das geringe Gewicht - .
Skitourengeher, die sich für so ein "Race Modell" entscheiden, müssen sich darüber im Klaren sein, dass extreme Leichtmodelle Nachteile bezüglich der Abfahrtsperformance (Laufruhe, Kantenstabilität und Pistentauglichkeit) haben und für diese Anforderung weniger geeignet sind als "normale" Modelle.

Der These "Masse ist Klasse bei der Abfahrt" versuchen viele Hersteller mit der Verwendung sehr hochwertiger Karbon Konstruktionen zu entgegnen. Diese meist sehr sportlich ausgerichteten Modelle fordern aber auch den Fahrer, und man sollte ein entsprechendes skifahrerisches Können haben, damit diese Ski ihr Potential auch entwickeln können.
Genau hierin sehen wir unsere Aufgabe in der Beratung, mit unseren Kunden im Gespräch die jeweiligen Präferenzen herauszufinden und dafür den richtigen Ski anzubieten. 

 

Wichtige Fragen

Abseits und Piste:
Möchte ich einen reinrassigen Tourenski und diesen eben auch nur für Skitouren benutzen oder plane ich mit meinem Neukauf auch das Thema "Pistenskilauf" abzudecken?

Höhenambition:
Werde ich regelmäßig Skitouren mit gut mehr als 1000 Höhenmetern bewältigen oder bevorzuge ich eher gemäßigtere Unternehmungen.

Freeriden:
Was ist mir wichtig. Bin ich ein klassischer Tourengeher und sehe die Abfahrt als ein Bestandteil des kompletten Erlebnisses meiner Tour. Oder ist für mich der Aufstieg nur ein notwendiges Übel, um die besten Hänge zu finden und die Abfahrt dann das absolute Highlight, für die sich jede Mühe lohnt.
Und natürlich gibt es alle Stufen zwischen diesen beiden Bereichen und wieder wollen wir in der Beratung genau das Herausfinden und Ihnen dann das richtige Equipment empfehlen.

Grundsätzlich gilt:
Wie fordere ich das Material. Welche Kräfte wirken auf die Ausrüstung. Extrem leichte Ausrüstung
hat rein physikalisch weniger Potential wirkende Kräfte aufzunehmen als wuchtigere, schwerere Ausrüstung. Vor Allem die Verbindung Ski-Bindung-Schuh muss abgestimmt auf das Anforderungsprofil sein. Ein ambitionierter Skifahrer mit einem abfahrtsorientierten Freerideschuh kann sein Potential nur mit einer entsprechenden Bindung und auch dem entsprechenden Ski auf den Boden bzw Hang bringen. Andererseits werden im Tourenbereich in der letzten Zeit immer öfter gerne breite
Freerider ( eher schwer) mit super leichten Bindungen kombiniert. Hier entsteht eine Disbalance, die aber von vielen in Kauf genommen wird. Auch im Aufstieg entstehen bei sehr breiten Skier Probleme bei Querungen und schwierig zu gehenden Fellspuren oder bei Spitzkehren. Je kürzer und leichter und schmäler der Ski, desto aufstiegsorientierter ist die Ausrichtung mit den entsprechenden Defiziten bei der Abfahrt.

 

 

Längenauswahl

Mehrere Kriterien sind hier zu beachten:

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Bei der Längenauswahl eines Tourenskis möchten wir unter Berücksichtigung aller o.g. Gesichtspunkte bzw. individueller Wünsche und Gegebenheiten folgende Empfehlung weitergeben:

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Fachjargon

Abschließend möchten wir an dieser Stelle noch die wichtigsten "Fremdwörter" in Sachen Skibau im heutigen "Skilatein" erläutern. Da hier immer mehr Anglizismen Einzug halten und der jeweilige Fachjargon für Otto Normalverbraucher teilweise schwer verständlich erscheint, ist es uns an dieser Stelle ein Anliegen, zumindest die wichtigsten und immer wieder verwendeten Fachwörter zu erläutern:

Radius/Taillierung:
Die jeweils breitesten Stellen eines Skis vorne (im Schaufelbereich), in der Mitte (Taille) und am Skiende (Tail) nennt man Taillierung oder Sidecut. Das damit verbundene Verhältnis zur Länge des Skis ergibt den Radius (Kurvenradius) des Skis, welcher jedoch nur als Richtwert angesehen werden kann, da er natürlich von der jeweiligen Schräglage des Fahrers abhängig ist.

 

Flex:
Der Flex bezeichnet die Biegefestigkeit eines Skis. Je nach Verarbeitungsmaterialien wie Holz, Carbon, Glasfaser, Metalleinlagen etc. wird der Flex härter (positiv bei harten, pistenähnlichen Verhälnissen) oder weicher (ideal bei weichen Bedingungen, Pulverschnee). Vor allem das Gewicht und das Fahrkönnen des Fahrers spielen hier natürlich eine große Rolle.

Sandwich-Bauweise:
Hier wird eine sehr hochwertige und vor allem langlebige Innenkonstruktion des Skis beschrieben. Eine Sandwich-Bauweise bescheinigt dem Ski einen qualitativ sehr hochwertigen Mehrlagenaufbau mit dem Herzstück eines Skis, nämlich dem Holzkern. Verwendet wird hier aus Gründen des niedrigeren Gewichts meistens Leichtholz wie z.B. Esche oder Paulownia.

Sidewall-Konstruktion:
Bei der Seitenwangen Konstruktion werden auf dem Holzkern bzw. auf die Mehrlagenkonstruktion seitlich jeweils spezielle Holz.- oder Kunststoffleimer angebracht und verpresst. Dies erhöht die Kantengriffigkeit meist wesentlich und schützt den Ski dauerhaft vor Feuchtigkeit und Schlägen.

Camber:
Unter Camber versteht man die "Vorwölbung" bzw. die "Vorspannung" eines Skis zwischen Skischaufel vorne und Skiende hinten. Mehr Vorspannung hilft sportlichen Fahrern mehr Druck auf den Ski ausüben zu können und sorgt für besseren Kantengriff (mehr Widerstand), vor allem bei den heutigen Carvingmodellen.

 

Rocker:
Damit wird eine negative (U-förmige) Vorspannung im Schaufelbereich (Tip-Rocker), am Skiende (Tail-Rocker) oder auch über die gesamte Skilänge (Full Size Rocker) bezeichnet. Der große Vorteil von Rocker-Konstruktionen, besonders im Touren.- und Freeridesegment, ist das damit verbundene, erhöhte Auftriebsverhalten bei Tief.- oder Naßschneeverhältnissen.

 

Tags: Skitouren
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